Wir sind ein offenes Bündnis von Organisationen, die sich durch gemeinsame Aktionen und Projekte für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und für deren Kinder einsetzen. Dazu fordern wir konkrete Hilfe statt Abtreibung: soziale Unterstützung, finanzielle Absicherung und gesellschaftliche Solidarität für Mütter, Väter und Familien.
Unsere Grundlage sind die allgemein anerkannten Menschenrechte: Menschenwürde, Recht auf Leben, Gleichheit vor dem Gesetz und das Diskriminierungsverbot – unabhängig von Alter, von Geschlecht oder der Geburt.
Unser Engagement ist friedlich, dialogbereit und überparteilich.
Unsere Werte und Ziele erklären wir in unserem
Werte und Verhaltenskodex.

Staatlich anerkannte Beratungsstellen für Schwangerschaftskonflikte sind gesetzlich dazu verpflichtet, auch mit allen privaten Stellen zusammenzuarbeiten, die Hilfen anbieten. Doch da es seither keine schriftliche Übersicht über diese privaten Hilfen gibt, werden diese in der Beratung auch nicht vermittelt.

Deshalb recherchierten wir für häufig genannte Ursachen von Schwangerschaftskonflikten nach den überregional verfügbaren privaten und öffentlichen Hilfen, und erstellen wir die Broschüre
Was wäre nötig, für ein Kind?‚
die wir den Beratungsstellen kostenlos zur Verfügung stellen, um sie jeder Schwangeren zu übergeben. Schwangere können so eine wirklich informierte Entscheidungen treffen, und Abtreibungen werden vermieden.

Diese Erklärung beschreibt, wofür wir stehen. Ein Bündnispartner orientiert sich an den folgenden Werten und Verhaltensregeln
– von projektbezogener bis zu dauerhafter Partnerschaft:

  1. Lebensschutz als Kernziel: Schwangere in Not benötigen tatsächliche Hilfe und Perspektiven, nicht nur den Abbruch einer Schwangerschaft. Abtreibung beendet das Leben eines wehrlosen Kindes, und schädigt viele Frauen an Seele und Körper, selbst bei besten medizinischen Standards. Wir wollen dazu beitragen, dass Abtreibungen in unserer Gesellschaft unnötig und undenkbar werden, abgesehen von medizinischen Notfällen.
  2. Gleichberechtigter Schutz: Wir setzen uns in Gesellschaft und Öffentlichkeit aktiv für die Überzeugung ein, dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt seiner Existenz – von der vollendeten Befruchtung bis zum natürlichen Tod – gleich schützenswert ist. Dazu suchen wir auch den Dialog mit allen Beteiligten: Familien, Beratungsstellen, medizinischen und politischen Akteuren.
  3. Umfassende Unterstützung: Wir setzen uns nicht nur für Menschenleben vor der Geburt ein, sondern ebenso für umfassende Unterstützung nach der Geburt, durch Beratung, praktische Begleitung, Wohnangebote und finanzielle Unterstützung.
  4. Friedlicher Protest und Gewaltfreiheit: Unser Engagement ist friedlich und schließt jede Form von Bedrohung, Nötigung oder persönlicher Schikane aus. Vorgeburtliche Gewalt lehnen wir ebenso ab wie illegitime Gewalt gegen Geborene. Wir setzen auf Aufklärung, Beratung, praktische Hilfe und Gebet. Doch Gewaltfreiheit bedeutet nicht Passivität. Wir weichen dem Diskurs nicht aus, sondern protestieren entschieden gegen Menschenrechtsverletzungen vor der Geburt und scheuen dabei keine Kontroverse, auch wenn das unbequem ist oder auf Widerstand stößt.

  1. Naturwissenschaftliche Basis: Unsere Arbeit basiert auf dem etablierten biologisch-medizinischen Konsens der modernen Embryologie, wonach die Existenz jedes Menschen mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle zu einem lebendigen Organismus beginnt, der über ein einzigartiges menschliches Erbgut verfügt, das ihm lebenslang erhalten bleibt. Diese genetische Einmaligkeit beweist, dass das ungeborene Kind kein Teil des mütterlichen Körpers ist, sondern ein eigenständiger, neuer Mensch. Darauf beruhen gerichtsfeste DNA-Identitätsanalysen.
  2. Allgemeine Menschenrechte: Unsere Argumentation basiert auf den allgemein anerkannten Menschenrechten, die jedem Mitglied der menschlichen Familie zustehen. Wir berufen uns insbesondere auf die Menschenwürde, das Recht auf Leben, die Gleichheit vor dem Gesetz sowie das Diskriminierungsverbot, welches ausdrücklich auch eine Diskriminierung aufgrund der Geburt untersagt.
  3. Christlicher Glaube: Unsere Motivation beruht in der Regel auf Barmherzigkeit, Nächstenliebe und christlichen Werten. Deshalb begegnen wir Frauen in einem Schwangerschaftskonflikt oder nach einem Abbruch mit Mitgefühl und ohne Verurteilung. Menschen, die unter den seelischen Folgen eines Abbruchs leiden, begleiten wir vorurteilsfrei – denn wir glauben an die liebevolle Gnade Gottes, die einen Weg zu innerem Frieden und zur Entlastung des Gewissens eröffnet.

  1. Neutralität: In unserer Öffentlichkeitsarbeit agieren wir konfessionell und parteipolitisch neutral.
  2. Absage an Feindbilder: Wir lehnen Polarisierung, Feindbilder und Klassenkampfdenken ab. Statt gesellschaftlicher Spaltung suchen wir das Verbindende.
  3. Absage an politische Vorurteile: Wir lassen uns nicht in politische Schubladen einordnen. Im Sinne herkömmlicher Kategorisierungen sind wir zugleich Rechts und Links:
    ► „Rechts“, denn wir stehen „auf dem Boden des Rechts“, wenn wir für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit eintreten.
    ► „Links“, denn wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist. Deshalb treten wir gegen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ein, sei es aufgrund von Geburtszeitpunkt, Gesundheitszustand oder Geschlecht.

  1. Dialogbereitschaft: Wir suchen den konstruktiven Dialog mit allen Menschen. Kontaktschuldzuweisungen lehnen wir ab. Gesprächsbereitschaft ist für uns kein Zugeständnis, sondern ein Gebot der Menschenwürde, der Meinungs- und der Redefreiheit.
  2. Respektvoller, klarer Ton: Andersdenkenden begegnen wir respektvoll und ohne persönliche Angriffe, Diffamierungen oder Herabwürdigungen. Gleichzeitig nennen wir Unrecht beim Namen – mit sachlichen Argumenten, auch wenn das unbequem ist.
  3. Lernbereitschaft: Wir wollen aus guten Erfahrungen anderer Akteure und aus eigenen und fremden Fehlern lernen. Das gelingt nur durch freien Dialog und offene Debatten.

  1. Offenheit und Vielfalt: Wir arbeiten über Konfessions- und Parteigrenzen hinweg mit allen zusammen, die sich an den Zielen und Werten dieser Erklärung orientieren – ohne in allen sonstigen Überzeugungen übereinstimmen zu müssen. Wir unterstützen die Vielfalt im Lebensschutz, stehen auch hinter Partnern die andere strategische Wege gehen oder die neue, kreative und rechtmäßige Aktionsformen wählen – und freuen uns gemeinsam über jeden Erfolg.
  2. Solidarität mit Partnern: Wir pflegen einen loyalen Umgang mit Akteuren, die unsere Ziele und Werte teilen. Meinungsverschiedenheiten und Kritik äußern wir grundsätzlich nicht öffentlich, sondern im direkten, vertraulichen Dialog.
  3. Vertraulichkeit und Datenschutz: Wir behandeln sensible Informationen stets vertraulich. Dazu gehören sowohl personenbezogene Daten gemäß der DSGVO als auch vertrauliche interne Kommunikationsdaten, Konzepte, Pläne und strategische Inhalte.
  4. Kommunikation und Deeskalation: Um ein einheitliches und professionelles Erscheinungsbild zu gewährleisten, stimmen wir unsere Außenkommunikation intern ab, und empfehlen dies auch unseren Partnern. Bei Diffamierungen, unsachlichen Kampagnen oder medialen Angriffen reagieren wir nicht impulsiv, sondern deeskalierend, transparent und faktenbasiert.

Vollständigen Kodex lesen (pdf), deutsch – englisch

Trägerverein für das Bündnis MenschenLeben (B-ML) ist IVUM e.V.

Bündnis MenschenLeben
c/o POSTFLEX PFX-922-099
Emsdettener Straße 10
48268 Greven

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